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über uns

Seit dem 1. Januar 2005 trägt
die
Niedersächsische Landesbibliothek den Namen
Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek
Niedersächsische Landesbibliothek
Gottfried Wilhelm Leibniz (1.7.1646 – 14.11.1716) war der, wie es oft
heißt, „letzte“ Universalgelehrte. Geboren in Leipzig, war
er mit Hannover besonders eng verbunden, hier wirkte er 40 Jahre seines Lebens
als herzoglicher und kurfürstlicher Rat. Leibniz studierte in Leipzig und
Jena Jurisprudenz und Philosophie. Zunächst arbeitete er als Rat am Revisionsgericht
des Kurfürsten Johann Philipp von Mainz, seit 1676 als Rat und Bibliothekar
– später auch Hofgeschichtsschreiber – des Herzogs Johann Friedrich
von Braunschweig-Lüneburg in Hannover. 1700 regte er die Errichtung der
»Sozietät der Wissenschaften« an, der späteren »Preußischen
Akademie der Wissenschaften«.
Neben der Erarbeitung grundlegender mathematischer Verfahren, beispielsweise
der Entwicklung des binären Zahlensystems, leistete er Wesentliches zur
Philosophie der frühen Aufklärung, betätigte sich auf zahlreichen
Feldern der Technik und öffentlichen Einrichtungen, machte sich als Physiker,
Techniker, Historiker, Jurist und Wissenschaftsorganisator, politischer Schriftsteller,
Diplomat, Geschichts- und Sprachforscher einen Namen.
Mit der Geschichte der bisherigen Niedersächsischen Landesbibliothek ist
der Name Leibniz auf das Engste verbunden: Leibniz leitete diese Bibliothek
vier Jahrzehnte lang, von 1676 bis 1716. Hier schrieb er auch die meisten seiner
bedeutenden Werke und korrespondierte weltweit mit zahlreichen Gelehrten, Politikern
und Potentaten. Zu den wertvollsten Beständen der Bibliothek gehört
Leibniz’ Nachlass; er umfasst über 50.000 Autographen und neben anderem
auch die einzige erhaltene von ihm konstruierte Rechenmaschine. In der Abteilung
Leibniz-Archiv der Bibliothek werden die Manuskripte aus seinem umfangreichen
Nachlass ediert; die Leibniz-Gesellschaft hat hier ihren Sitz.
Eine über dreihundertjährige Entwicklung führte die Niedersächsische
Landesbibliothek von der 1665 gegründeten Hofbibliothek des Welfenhauses
über die Königliche und Provinzialbibliothek zu einer Landes- und
Forschungsbibliothek des 21. Jahrhunderts, die ihren bisherigen Namen im Jahr
1947 erhielt. Dem Namen Niedersächsische Landesbibliothek nun den des großen
Universalgelehrten voranzustellen ist sowohl Programm und Verpflichtung als
auch Ehre und Freude.
Unser Dank gilt dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und
Kultur, Lutz Stratmann, der dem Vorschlag der Namensänderung entsprochen
und es so ermöglicht hat, den Namen des großen Universalgelehrten
untrennbar mit seiner Wirkungsstätte zu verbinden. Die Gottfried Wilhelm
Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek wird dieses
bedeutsame Ereignis im März 2005 mit einer Veranstaltung würdigen.
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