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Prioritätsstreit

Die Wurzeln dieses Streites reichen bis in die Zeit von Leibniz’ erstem Londonbesuch Anfang 1673 zurück, als er von J. Pell zum ersten Mal des Plagiats an F. Regnauld bezichtigt wurde. Als J. Collins ihm dann Ende 1676 bei seinem zweiten Besuch in London Einblick in die unveröffentlichten Manuskripte J. Gregorys und I. Newtons gewährte, war die Grundlage für die späteren berühmt berüchtigten Plagiatsvorwürfe der Engländer geschaffen.

Bei den sich um den (späteren) Präsidenten der Royal Society, I. Newton, gruppierenden Mathematikern herrschte der Eindruck vor, dass die leibnizsche Infinitesimalrechnung durch Umformung von englischen Ergebnissen entstanden war. Dies schien auch die erst ein Jahrzehnt nach seinen Londonbesuchen erfolgte Veröffentlichung seines Calculus nahezulegen. Die in früheren Jahren im Briefwechsel mit dem Sekretär der Royal Society gepriesenen Erfolge Leibnizens konnten bloße Proklamationen ohne substantiellen Hintergrund sein, wie offensichtlich auch die Versprechungen über seine Rechenmaschine.

Die historischen Fakten sehen allerdings anders aus: Einerseits hatten Gregory und Newton ihre Analysis ein Jahrzehnt vor Leibniz’ Erfindung der Infinitesimalrechnung erarbeitet, andererseits ist Leibniz’ in Paris geschaffener Calculus eine völlig eigenständige Entwicklung. Dies zeigen nicht nur die (heute allen Interessierten frei zugänglichen) handschriftlichen Nachlässe der Antagonisten, sondern auch die Publikationen der einschlägigen Manuskripte. Im Fall von Leibniz liegen die Studien zur Entdeckung der Differential- und Integralrechnung seit 2008 in den Bänden 4 (Teil A, Teil B) und 5 (Teil A, Teil B) der Reihe VII der Akademieausgabe vollständig gedruckt vor. Da Leibniz seine Ergebnisse früher als Newton veröffentlichte, wurde er so lange als Alleinentdecker der Infinitesimalrechnung gefeiert, bis der Siegeszug des kontinentalen Calculus die Engländer zum öffentlichen Widerspruch herausforderte. Auf die unausweichliche Beschwerde ihres Mitglieds Leibniz hin setzte die Royal Society einen Untersuchungsausschuss (sog. Keill-Kommission) ein, der 1712 zu dem Ergebnis kam, dass Leibniz zu Recht des Plagiats an den Engländern bezichtigt wurde. Der Untersuchungsbericht, ergänzt um die herangezogenen Schriftstücke und um Newtons zugehörige Bemerkungen, erschien knapp ein Jahr später unter dem Titel: Commercium epistolicum D. Johannis Collins et aliorum de analysi promota. Damit war das viele Jahrzehnte währende, unverträgliche Nebeneinander der englischen Fluxionsrechnung und der kontinentalen Infinitesimalrechnung besiegelt.


Literatur:   A. R. Hall, Philosophers at war. The quarrel between Newton and Leibniz. Cambridge 1980.

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